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Auf Bilder habe ich schon immer in besonderer Weise reagiert. Ganz exemplarisch ist für mich ein Karfreitags Gottesdienstbesuch vor vielen Jahren. Die Predigt interessierte mich nicht besonders, weil ich sie schon 1000 mal gehört hatte. Doch als der Pfarrer den auf dem Altar stehenden Jesus am Kreuz mit einem schwarzen Tuch abdeckte und anschließend die beiden Altarkerzen ausblies, bekam ich schlagartig einen dicken Klos im Hals. Grabesstille in der Kirche und ich mittendrin in der Szenerie von vor 2000 Jahren. Verrückt, die Geschichte um den Karfreitag ist weltbekannt, es gibt diese zeitliche Distanz von 2000 Jahren und ich empfinde diese Bedrückung und das langsam und qualvoll erlöschende Leben des Hauptprotagonisten.

Auf Bilder habe ich schon immer in besonderer Weise reagiert. Ganz exemplarisch ist für mich ein Karfreitags Gottesdienstbesuch vor vielen Jahren. Die Predigt interessierte mich nicht besonders, weil ich sie schon 1000 mal gehört hatte. Doch als der Pfarrer den auf dem Altar stehenden Jesus am Kreuz mit einem schwarzen Tuch abdeckte und anschließend die beiden Altarkerzen ausblies, bekam ich schlagartig einen dicken Klos im Hals. Grabesstille in der Kirche und ich mittendrin in der Szenerie von vor 2000 Jahren. Verrückt, die Geschichte um den Karfreitag ist weltbekannt, es gibt diese zeitliche Distanz von 2000 Jahren und ich empfinde diese Bedrückung und das langsam und qualvoll erlöschende Leben des Hauptprotagonisten.

Eine zweite, nicht unwesentliche Komponente kommt hinzu und das ist mein Beruf. Ich bin Behindertenpädagoge und habe viele Jahre mit Menschen im Wachkoma gearbeitet. Später wechselte ich in ein anderes Arbeitsfeld, in dem ich bis heute tätig bin – die Arbeit mit autistischen Menschen. Familiär kam eine langanhaltende demenzielle Erkrankung meines Stiefvaters. Sowohl privat als auch beruflich war ich immer auf das Beobachten und Interpretieren von teils ungewöhnlich erscheinendem Verhalten angewiesen. Diese Eigenschaft unterstützt mich in meiner Art zu fotografieren sehr.

Neben der Fotografie hat die Bildbearbeitung einen weiteren Stellenwert für mich bekommen. Während meine Bilder zunächst realitätsgetreu in ausgewogen wirkenden Farb- und Grautönen bearbeitet wurden, erhält die Stimmung, die man mittels Bildbearbeitung erzeugen kann einen weiteren Stellenwert. In meinen Bildern möchte ich Lebendigkeit so konservieren, dass sie in einem statischen Bild nicht gefangen, sondern für den Betrachter weiterhin sichtbar bleibt. Bei allen Möglichkeiten, die die Fotografie heute bietet, möchte ich ein Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass meine Bilder im Auge des Betrachters lebendig wirken mögen.

Markus Hallaschka

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